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Stillhütchen – (m)eine Liebesgeschichte

Ich verliere sie ständig und wehe, ich lasse sie aus Versehen Zuhause liegen, aber das mit mir und den Stillhütchen, ist trotzdem was ganz Großes. Streng genommen führen wir ja eine Dreierbeziehung, immerhin mag Lenibert auch nicht mehr auf die genialste Erfindung seit es Silikon gibt verzichten. Sätze wie „Ich geh mal kurz meine Nippel holen“ gehören genauso in meinen Muttislang wie die ausgeklügelte Bewertungsskala, die wir uns überlegt haben, um uns angemessen über den Windelinhalt des Kindes austauschen zu können.

Deshalb Silikon

Eigentlich sollten die guten Stücke meine trotz Salbe blutigen Brustwarzen – ja! – nur eine Weile schonen und dann wieder in der Versenkung verschwinden, aber es lief dann doch einfach zu gut. Es war sozusagen Liebe auf den ersten Schluck. Erstmal die richtige Größe gefunden (S- bis L-Nippel gibt’s in der Apotheke oder auch in einer gut sortierten Drogerie) ging alles so einfach, war alles so entspannt – andocken in nullkommanichts ohne irgendwelche negativen Folgen fürs Baby. Muttermilch bleibt ja schließlich Muttermilch, auch wenn zwischen ihr und dem Kindermund noch eine hauchdünne Hülle liegt. Da ist es doch wirklich nachvollziehbar, dass wir nicht mehr ohne Hütchen sein wollten!

Versuch Nummer 2

Als die Hebamme dann einige Wochen später ganz vorsichtig andeutete, man könnte es ja noch mal au naturel versuchen, hab ich mich ein bisschen wie Kleinkind gefühlt, das den Schnuller abgeben soll. Wie’s geklappt hat? Ich sag’s mal so: Gut, dass wir flüssigkeitsabweisende Fakelederkissen auf dem Sofa haben! Leni kam mit der auf einmal ziemlich kleinen Angriffsfläche nämlich gar nicht klar und so spritzte die Muttermilch in einem ansehnlichen Strahl durch die Gegend. Wusste ich ja gleich, dass das eine doofe Idee war. Wir gehören eben zusammen, die Stillhütchen, Leni und ich. Wenigstens für ein paar Monate noch.

Update: Mittlerweile stille ich nicht mehr, aber die Hütchen liegen hier immer noch irgendwo rum. Super cool natürlich, wenn es ohne klappt, aber eben auch gar nicht schlimm, wenn ihr welche benutzt. Hauptsache ihr und euer Baby fühlt euch wohl und –Achtung Wortwitz – es läuft!

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3 Kommentare

  • Antworten
    Susi
    24. Juli 2017 at 11:08

    Ach wie lustig, vor kurzem dachte ich noch, ich glaube ihr habt Stillhütchen verwendet weil du mal geschrieben hattest du stillst nur daheim. Wir verwenden auch welche (seit dem Krankenhaus schon) und ich hab mehrmals versucht sie wegzulassen, aber meine Tochter weiss einfach nichts mit dem blanko anzufangen. Ich hab mich jetzt damit abgefunden und den Rest der Stillzeit machen wir das weiter so. Auch wenn ich es beim nächsten Kind ohne versuchen will – denn wenn wir ehrlich sind, es ist schon ein Gefummel. 😅 wünsche dir einen schönen Tag!

    • Antworten
      Sophie
      24. Juli 2017 at 11:35

      Hey Susi,
      ja, richtig erinnert. Und noch mal ja, unterwegs sind die Teile ein Killer für Stillen in der Öffentlichkeit.

  • Antworten
    Daniela
    24. Juli 2017 at 13:46

    Bei mir war es genau so! Erst eine Seite angefangen wegen offener Brustwarze (AUA) und als die Hebamme mich fragt, ob ich es noch benutze, habe ich ihr gestanden, dass es nun für beide Seiten genutzt wird…
    Dann hab ichs irgendwann mal bei einem OmaBesuch vergessen und es „lief“ zum Glück und trotz kurzer Panik problemlos. Helen hat sich nicht stillverwirren lassen. Der Hunger treibts rein. Ich weiss aber noch wie dankbar und verliebt 😉 ich war. Ein Hoch auf Stillhütchen!
    Lieben Gruß

    Daniela
    reginafallangie

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