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7 Tage ohne Papa
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How to: 7 Tage ohne Papa

Ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass ich mein Kind mit einem Partner in Crime großziehen darf. Vor allen Müttern und Vätern, die tagtäglich allein in den Kampf gegen Windeln, Wutausbrüche und Wäscheberge ziehen, habe ich deshalb die größtmögliche Portion Respekt. Bei einem anstehenden Businesstrip von Lenis Papa bin ich deshalb nicht gerade in Begeisterungsstürme ausgebrochen. Sieben Tage allein mit dem Kind!!! Klingt als hätte ich Angst vor diesem kleinen, hilflosen Wesen? Oh ja! Jetzt mal im Ernst, ein Baby ohne Pause zu entertainen, während man mit Lidern auf Halbmast von ein paar Stündchen Schlaf am Stück träumt, kann einen schon an seine Grenzen bringen. Natürlich war die Zeit dann vieeeel weniger schlimm als vorher befürchtet.

Freundeverwandte

Erstens vergingen die sieben Tage durch Facetime und gefühlte dreitrillionen Bilder, die ich Gero geschickt habe, überraschend flott und zweitens – und das kann ich jedem nur empfehlen – habe ich mir einfach Verstärkung geholt. Wie ich ja immer gerne betone, sind Freunde für mich auch Familie, also zumindest die, die sich eine Woche bei dir einquartieren und nachts um vier während du stillst, ins Kinderzimmer stürmen, weil das Baby schreit, und dich damit zu Tode erschrecken. Es ist so viel wert, sich morgens einfach mal in Ruhe anziehen zu können oder ein halbes Brötchen am Stück wegzumampfen. Auch wenn Leni also mütterlicherseits ’ne fette Niete hinsichtlich Tanten und Onkel gezogen hat, kann sie sich über ganz schön tolle Freundeverwandte freuen!

Hotel Mama

Für den Endspurt habe ich mich dann aber auch noch mal in die Heimat zu meiner Mutter begeben, die in ihrem Leben glaube ich noch nie glücklicher war, als in diesen drei Tagen. Und ich hatte außer ein paar Klamotten für das Kind und mich sogar kaum etwas mitzuschleppen, denn die beste Oma der Welt hat natürlich vorgesorgt und alles – ohne Witz ALLES – was man brauchen könnte, besorgt. Während ich also meine diversen Wunschessen ganz entspannt genießen und auf dem Sofa lümmeln konnte, bekam Leni das Super-Oma-Deluxe-Verwöhn-Und-Entertain-Programm.

Vielleicht bin ich schnell überfordert, aber da hat eben jeder ein anderes Nervenkostüm. Meins ist vor ein paar Wochen irgendwie stark eingelaufen und zwickt hier und da. Deswegen war das für mich die allerbeste Option, die Woche auch ohne Mann zu überstehen. Wenn ihr also auch Panik schiebt, ladet euch Freunde ein oder fahrt einfach zu euren Familien. Das ist in jedem Fall für euch und euer Kind tausend mal besser, als sich gegenseitig vollzuweinen.

Update: Jetzt, wo ich nach neun Monaten Mamasein den Schlüssel zur Gelassenheit so halbwegs gefunden habe, würde mich so ein Trip nicht mehr dermaßen nervös machen. Aber damals: huiuiui.

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