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Strandtipp: Hier ist die Ostsee am schönsten!

Schon wenn wir von Berlin über die Landstraße in meine Heimatstadt fahren, staune ich jedes Mal darüber, wie schön es hier eigentlich ist. Hier, in Brandenburg. Weite Felder, dazwischen etwas Wald und vor allem die tollen Alleen. Auch als Gero und ich auf unserem Rückweg vom Minimoon (kurzer Honeymoon) noch einen Abstecher zu einem Strand machen wollten, erwies sich bereits der Weg als wahre Augenweide.

Der Weg ist das Ziel

Eigentlich wollten wir natürlich so schnell wie möglich zu unserer eigenen kleinen Strandperle, aber dann hat ein Freund uns den Tipp gegeben, doch noch zum rund eine halbe Stunde entfernten Kleinod zu fahren. Gut gesättigt vom Frühstück sind wir bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel über die schönsten kleinen Straßen und Feldwege im Landkreis Rostock gedüst. Wir haben Reetdächer bestaunt und angehalten zum Bilder machen. Das Sammelsorium an wunderbarsten Feldblumen konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen.

Nein, das Ziel ist das Ziel!

Wenige Minuten später haben wir das Auto an einem kleinen Bach geparkt. Einen „richtigen“ Parkplatz gibt es nicht, aber wer braucht den schon? Über einen Radweg gelangt man an die Rückseite der Dünen, nach einem kleinen Weg steht man schon oben drauf. Sieht erst mal ganz normal aus. Gräser, Hagebutten, Sand, Wellen, Wasser. Dann kommt man näher und wundert sich: „aha, oho gar kein Eisstand!“ und „so wenig Leute hier!“

Niemand braucht Bewirtschaftung

Es ist einfach traumhaft! Und warum das so ist, verrät ein Schild ein Stück den Strand runter: „900 Meter unbewirtschafteter Strand“ Ein Strand muss nämlich gar nicht immer mit Strandkörben dekoriert werden oder mit Fischbrötchen locken. Dieser hier ist ganz ursprünglich. Uralte Holzbohlen ragen augenscheinlich völlig ohne Prinzip aus dem Meer. Einige schon fast vollends von den Jahren und dem Meer hinweg gespült.

Im Sand liegen keine Kronkorken, keine Eislöffel und auch keine Zigarettenkippen. Stattdessen hat irgendwann irgendjemand damit angefangen Steine aufeinander zu stapeln. Es gibt einzelne Steintürmchen und ein Stück weiter eine ganze Stadt. Minutenlang kann man dieses Meisterwerk, an dem jeder mitbauen kann, ansehen. Es macht zufrieden.

An einem Tag wie diesem – schön sonnig, angenehm warm, aber sehr stürmisch – kann man sich gar nicht vorstellen, wie hier Horden von Sonnenanbetern ihre Handtücher dicht an dicht reihen, dass es jemand wagt, eine hässliche Kühlbox mit an diesen wunderwunderschönen Ort zu bringen. Obwohl auch heute einige Leute trotz Wind am Wasser sind, fühlt man sich, als gehöre der Strand nur einem ganz allein. Bisschen magisch hier.

Holy Bukspitze!

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