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Tschüss Brei! Wenn das Kind plötzlich richtig isst

Mit dem Essen ist das bei uns so eine Sache. Wäre ich ein Mensch, der gut nach Plan leben kann, wäre das vielleicht reibungsloser gelaufen, aber so war es jeden Tag aufs Neue ein kleines Abenteuer. Der Wechsel von der Brust zur Flasche lief bombig, Brei hat Leni auch super angenommen. Bis ich allerdings die richtigen Sorten herausgefunden und die Zeiten sich eingependelt haben, das hat gedauert. Jetzt, wo Leni gut ein Jahr i(s)st, sind wir gerade am Anfang der nächsten und letzten Umstellung: kaum noch Milch, immer weniger Brei, fast nur noch „richtiges“ Essen.

Frühstück

Zum Frühstück gibt es hier meistens eine Scheibe Vollkorntoast mit Frischkäse oder Leberwurst, dazu eine Babybanane, Trauben oder Gurke. Manchmal löffeln wir auch einfach eine halbe Avocado. Als neuste Ergänzung habe ich heute Bananen Pancakes nach einem Spontanrezept – was so viel wie frei Schnauze bedeutet – serviert. Drin war eine klein gequetschte, sehr reife Babybanane, ein Ei, etwa drei Esslöffel Dinkelmehl, ein Schuss Milch sowie ein Schuss Mineralwasser. Auf mittlerer Stufe gut (z.B. in etwas Butter) durchbacken. Ich habe den Ersten zu heiß angebraten und so war er zwar schnell braun, aber etwas labberig und für Leni schwerer zu essen. Also lieber gemächlich machen.

Als Nächstes steht das Projekt Frühstücksdose für die Kita auf dem Programm. Dafür habe ich heute schon fleißig Pinterest unsicher gemacht. Hier und hier findet ihr zwei tolle Inspirationen.

Mittag

Das Mittagessen ist hier noch reine Improvisation. Seit gut zwei Wochen verzichte ich auf Gläser und versuche so ein Mittelding aus kindergerecht und normalem Erwachsenenessen. Dinkelnudeln mit Tomatensoße (passierte Tomaten, Kräuter, etwas Kürbisbrei, klein geschnittene Würstchen) gab es so ziemlich als Erstes. Außerdem bisher auf dem Speiseplan: einfach nur Nudeln mit Gemüse (Brokkoli und Kürbis), grob gequetschte Kartoffeln mit Tomatenhumus, gekochte Kartoffelwürfelchen mit Avocado und  – oh je, schon wieder – Würstchen.

Ich befinde mich wirklich mitten im Lernprozess. Immerhin wurden Nudeln und Kartoffeln heute mal von Reis abgelöst. Unter den habe ich ganz klein geschnittenen Brokkoli gemischt und damit das Ganze nicht so trocken ist und Geschmack bekommt, ein wenig Kräuterfrischkäse untergerührt.

Wahrscheinlich könnte ich einfach ganz normal kochen und für mich erst später würzen. Da ich aber selbst kaum Mittag esse und schon gar nicht so früh, hat das bislang leider nicht gut funktioniert. Dafür habe ich mir jetzt vorgenommen, wirklich die Woche – zumindest für Leni – vorzuplanen, damit das Kind nicht weiter Phantasiespeisen essen muss. Wobei der Frischkäse-Brokkoli-Reis ein echter Renner war!

Vesper

Vesperzeit war bei uns ziemlich lange Quetschie-Zeit. (Ich nehme immer die von Fruchtbar). Zu einem puren Obstquetschie (am besten mit Apfel, Birne oder Pflaume und ohne Banane für die Verdauung) gab es eine Hand voll Hirsekringel. Paradoxerweise sind wir nachmittags wieder zurück beim Brei. Aktuell macht Leni schneller als du gucken kannst ein Obst-Getreide-Glas weg und schlingt dann noch einen Obstriegel (diese zwischen Oblaten gepressten Früchte) hinunter. Kringel aus Hirse oder getrocknetem Apfel oder frisches Obst werden auch mal schnabuliert. Auch hier steht allerdings noch eine böse Pinterest-Recherche-Session an!

Abendbrot

Klingt super eintönig, kommt aber gut an: Getreidebrei (hier wechsle ich immer mal die Sorte) mit Wasser. Manchmal mische ich noch Pflaumenmus darunter. Abends ist aber natürlich ohne Obst besser, weiß ich ja. Da wir die Zähne aber anschließend gewissenhaft putzen, geht das meiner Meinung nach ab und zu klar. Zum Einschlafen trinkt Leni dann noch 250 Milliliter Milch.

Please don’t be judgy!

Dieser Artikel ist kein Leitfaden, der universell auf andere Kinder übertragen werden kann oder soll. Ganz bestimmt nicht! Es ist ein ehrlicher Einblick, ein „so läuft das bei uns ab“. Für mich ist es, obwohl ich eigentlich total gerne koche, irgendwie trotzdem schwierig, Leni sofort perfekt zu verköstigen. Aber ich gebe mir noch ein bisschen Zeit mich einzugrooven. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und zum Glück gibt es ja Pinterest, um meinem unsicheren und manchmal unkreativen Mamahirn auf die Sprünge zu helfen!

 

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5 Kommentare

  • Antworten
    Anika
    15. Januar 2018 at 17:06

    Liebe sophie, magst du vllt hier noch einmal kurz anreissen ab wann du ungefähr die einzelnen schritte bei leni gestartet hast? Ab wann und wie war der übergang von der brust zur flasche? Und wann dann zum brei? Besten dank vorab ubd viele grüsse

    Anika

    • Antworten
      Sophie
      15. Januar 2018 at 19:33

      Hey Anika,

      ich habe leider nicht Buch geführt und kann mich nur sehr schlecht erinnern. Der Übergang von der Brust zur Flasche um den 6. Monat rum lief ohne Probleme. Vielleicht lag es aber daran, dass Leni durch die Stillhütchen schon das Silikon gewohnt war. Ich habe auch recht abrupt abgestillt ohne konkreten Plan.
      Alles, was Ernährungstechnisch danach kam, war irgendwie immer ein fließender Übergang. Ich würde sagen, dass es bis zum ersten Lebensjahr hauptsächlich Brei gab. Dann Frühstück und Mittag zuerst und zum Schluss wurde der Abendbrei gegen Stulle oder eine warme Kleinigkeit getauscht. Zum Einschlafen und in der Nacht gibt es noch eine Flasche Hafermilch.
      Hilft dir das ein kleines Bisschen?

      LG
      Sophie

      • Antworten
        Anika
        15. Januar 2018 at 19:51

        Ach besten dank! Wir sind gerade im 5. Monat angekommen ubd machen uns nun auch so langsan gedanken zwecks beikost und co. War das stillhütchen der grund warum du auf flasche umgestellt hast würde mich noch brennend interessieren. Ganz lieben dank nochmal ubd liebe grüsse an lenibert

        • Antworten
          Sophie
          15. Januar 2018 at 21:57

          Bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstehe. Ich habe ungefähr mit den Stillhütchen angefangen als Leni eine Woche alt war. Das hat für uns beide super funktioniert. Mit der Flasche habe ich angefangen, weil ich von vornherein nur ein halbes Jahr lang stillen wollte.

          • Anika
            15. Januar 2018 at 22:22

            Danke. Genau das war meine frage. Ob die kompliziertheit mit hütchen zu stillen der grund war oder eben generell die einstellung das empfohlene halbe jahr voll zu machen und dann etwas „entspannung“ in der flasche zu suchen . Danke dir.

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