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MOMDAYS TRAVELS: Öko-Babymoon im Gutshaus Parin

Bevor ein neues Baby kommt, sollte seine Mutter nach Möglichkeit noch einmal einen entspannten Urlaub verleben. Einen #babymoon, wie es in der digitalen Welt so schön heißt und nichts anderes bedeutet als: durchatmen, durchschlafen, Kraft tanken.

Finde ich eine super Idee, aber wie macht man das eigentlich, wenn man schon ein Kind hat? Auch hier lautet die Antwort in meinem Fall mal wieder: anders.

Aus Babymoon wird Omamoon

Mit dem werdenden Papa ein paar Tage ans Meer fliegen und noch einmal intensiv die Zweisamkeit genießen – so war es das letzte Mal. Mit der werdenden Oma in ein Ökohotel in Nirgendwo fahren und ein paar Tage Yoga und Wellness machen – so war es dieses Mal. Und es war traumhaft schön.

Im Gutshaus im Mini-Dörfchen Parin in der Nähe der Ostsee buchten wir das Herbstspezial und verbrachten entspannte Tage in einem Hotel, das wir fast ganz für uns hatten. Parin schreibt sich auf die Fahnen öko zu sein. Und das merkt man in jedem Detail. Das 2009 baubiologisch gestaltete Haus setzt von der Matratze bis zur Klotür auf Naturmaterialien. Alles ist irgendwie beruhigend und stimmig und riecht gut nach Holz.

Auf einem Nachbargrundstück steht der Klangschalendom, in dem Seminare angeboten werden und in Einzelsitzungen kann man sich nicht nur ayurvedisch massieren lassen, sondern auch sein Ich aus einem vorherigen Leben finden. Kann man alles machen. Muss man aber nicht.

Das Gutshaus in Parin

Das Gutshaus in Parin

Die Terrasse unseres Hotelzimmers: Kein Geräusch, kein Handynetz, kein Stress

Spa und Ommmm

Unsere Spiritualität reichte für die (Achtung!) Meridiandehnübungen, die wir gleich nach dem Aufstehen unter Anleitung vollzogen. Anschließend schlemmten wir uns dann durch das fantastische Frühstücksbuffet. Alles vegetarisch, alles hausgemacht, alles lecker. Danach unternahmen wir dann Ausflüge nach Boltenhagen und spazierten hier am Strand entlang oder erkundeten das hübsche Städtchen Wismar (in dem wir heimlich köstlichen Rippenbraten mit Rotkohl aßen).

Wismar: Top Fischbrötchen, Top Rippenbraten, Top Städtchen

Für Anwendungen fuhren wir dann am Nachmittag nach Stellshagen in das Schwesternhotel. Hier gab es für mich eine unglaublich gut Schwangerschaftsmassage mit Öl-Guss für die Plautze und einen hübsch gemütlichen Wellnessbereich. Außerdem wurden uns in einer privaten Yogastunde einfache Übungen für zu Hause gezeigt und leidenschaftlich mit uns geommmmt.

Novemberstimmung in Stellshagen

Viel Schlaf, viel Wohligkeit

Abends gab es dann wieder ein wirklich gutes vegetarisches Menü. Danach sind wir entweder noch in die Bauwagensauna gegangen, die wir ganz für uns alleine hatten oder einfach früh in Bett. In den wunderhübschen Schwimmteich haben wir uns übrigens nicht gewagt. Acht Grad, brrrr!

Am Ende der Woche fühle ich mich rundum wohlig. Das beschreibt es wohl am besten. Saunen, Massagen, Zeit mit meinem Babybauch, der von mir bisher zu wenig Beachtung bekam. Es gab in Parin kein WLAN und kaum Netz. Zum Digital Detox gezwungen, kam ich endlich mal wieder zum Lesen und zur Ruhe. Und auch mit der werdenden Oma war es toll. Wir haben viel über das Baby gesprochen, das sich da auf den Weg gemacht hat und darüber philosophiert wie es wohl so wird mit diesem neuen Menschenkind in der Familie. So viel Zeit zum Reden hatten wir schon ewig nicht mehr und das tat ganz schön gut.

Einziges Manko: Der Mann hatte von diesem Babymoon leider nicht so viel. Wobei, so eine entspannte Frau ist ja auch nicht zu verachten.

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