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Gender Reveal: Team Rosa, Team Blau oder Team Egal?

Was bekommst du denn nun eigentlich? Ein Baby! Tadaaa! 

Es ist ja so ein Ding mit diesem Schwangersein. Viele Mütter und Nicht-Mütter haben Tipps und Ratschläge und Meinungen und meinen es sicher alle nur gut. “Dein Bauch ist ja echt riesig für den siebten Monat.” “Ja.” “Krass, man sieht gar nicht, dass du schwanger bist, entwickelt sich das Kind normal?” “Ja.” Beide Unterhaltungen führe ich wöchentlich.
 
Die erste Frage nach einem Bauchkommentar ist dann eigentlich immer: “Wisst ihr denn schon was es wird?” “Ja.” Große Augen. Erwartungsfrohe Blicke. Aber warum eigentlich?

Babygeschlecht als Geburts-Überraschung

In dieser Schwangerschaft hätte ich mich sogar fast auf das Abenteuer “Warten bis zum Schluss” eingelassen. Also gar nicht erfahren zu wollen, welches biologische Geschlecht das Kind haben würde. Bei Kind 1 konnte ich so gar nicht glauben, dass ich schwanger bin. Die Verkündung “Ein Junge!” machte alles konkreter. Aha, ein kleiner Sohn wächst da in mir heran. Das rückte meinen Verstand ein bisschen näher zur Realität.
 
Auch bei der zweiten Runde ist es natürlich komplett verrückt und für mich ziemlich unvorstellbar, dass da wirklich einfach so noch ein Menschlein in mir entsteht. Aber weil ich es eben schon einmal durchgespielt habe, weiß ich: Es ist absurd, aber in wenigen Monaten wirst du ein Baby haben. Irgendwie siegte aber die Neugier und wir wollten dann doch wissen, ob dieses Baby ein Junge oder Mädchen wird.

Hauptsache, Baby

Dieses Baby wird aber eben in erster Linie ein Kind, dem wir alle Möglichkeiten der Welt offenhalten wollen. Das wir liebhaben. Das für schlaflose Nächte sorgen wird. Das größer werden wird und in kürzester Zeit extrem viel lernen. Das irgendwann “Mama” und “Papa” sagt. Und “Carl”. Das für Verstärkung auf der Rückbank im Auto sorgt und dafür, dass wir jetzt Flüge für vier (4!) Personen buchen müssen, wenn wir in den Urlaub fahren wollen.
 
Dieses Kind wird manchmal weinen und dann wieder glucksen. Es wird für Nervenzusammenbrüche und endlos viele Lacher sorgen. Es wird ein weiteres Kind für uns und ein weiteres Enkelkind für seine Großeltern. Von uns allen wird es so geliebt und verwöhnt werden wie der große Bruder. Für all das bin ich ganz schön dankbar. Und für all das braucht das Kind keinen Penis und keine Vagina. Hat er aber natürlich. Genau, er. Wir bekommen einen weiteren kleinen Jungen.

Und nun?

Von “Zwei Brüder und der geringe Altersunterschied – das ist doch perfekt!” über “ “Super, dann kann der Kleine ja die Klamotten vom Großen tragen” bis hin zu “Das dritte wird dann ein Mädchen” ist in der kunterbunten Reaktionspalette alles dabei. Alles lieb gemeint und man macht sich natürlich auch selbst Gedanken. Ach ja, so ein kleines Mädchen, dem man Zöpfe flechten kann und Kleider anziehen und später mal Mädelsabende macht. Wär auch schön, klar. Aber vielleicht wäre diese imaginäre Tochter ja auch ganz anders, trüge raspelkurze Haare, Latzhosen und hätte überhaupt keine Lust auf die hundertste Folge “Gilmore Girls” mit Mutti.
 
Ich freue mich unglaublich auf unseren zweiten Sohn. Wenn er möchte, darf er mit Puppen spielen, sich pinkfarbene Bodies anziehen und Mamas Haare kämmen. Das macht sein großer Bruder auch alles gern. Genau wie mit Baggern spielen, über Puzzeln tüfteln und auf Papas Schoß am Lenkrad im Auto sitzen. Team Rosa und Team Blau sind mir schnurzpiepegal. Wenn schon Team, dann wohl Team Family.

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