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Düster wie das Wetter: 8 Serien für den Herbst

Hallo, Sophie, 28, Serienjunkie.“ So könnte meine Vorstellung bei der Selbsthilfegruppe klingen. Ich habe manchmal das Gefühl, ganz Netflix schon leer geguckt zu haben. Geht aber gar nicht, weil es ja immer neues Material gibt, was abgearbeitet werden will. Zum Glück!

Bei meiner Tätigkeit als professionelle Serienguckerin habe ich mich inzwischen spezialisiert. Comedy ist eher nichts für mich. Dafür suchte ich in letzter Zeit eine Krimiserie nach der nächsten weg. Gemeinsam haben sie, dass sie alle ziemlich düster sind – passend zum Herbst/Winter. Welche davon mir besonders gut gefallen haben, zeige ich euch jetzt, beziehungsweise lasse ich die Trailer für sich sprechen, denn im Nacherzählen bin ich – wie ihr gleich merken werdet – wirklich nicht gut.

1 Marcella

Marcella kehrt, nachdem sie von ihrem Mann verlassen wurde, zur Mordkommission zurück. Ihr erster Fall, versetzt sie direkt zurück in ihre Vergangenheit, in der sie schon einmal nach dem gleichen Serienkiller gesucht hat. Leider, leider erst eine Staffel mit 8 Folgen. Die Geschichte ist aber noch nicht zu Ende erzählt! Ich für meinen Teil MUSS wissen, wie es weitergeht.

2 The Break/La trêve

Eine belgische Serie? Ist mal was anderes, dachte ich. Enttäuscht wurde ich definitiv nicht. In einer Kleinstadt wird der Mord am jungen Einwanderer Driss Assani als Suizid vertuscht. Jeder in diesem Kaff scheint irgendwie in der Sache mit drin zu hängen. Der Ermittler stammt selbst aus Heiderfeld und will nach einem beruflichen und privaten Tiefschlag in seiner alten Heimat noch mal von vorne anfangen. Wieso er dann blutüberströmt und völlig verwirrt die Straße langspaziert kommt? Findet er alles im Gespräch mit einer Psychologin heraus!

Eine abgeschlossene Geschichte mit 8 Folgen.

3 Broadchurch

Broadchurch nimmt einen emotional besonders mit. Mich zumindest. Es treibt kein Serienmörder Schindluder mit attraktiven jungen Frauen, ein elfjähriger Junge stirbt. Er wird eines morgens tot am Fuße einer Klippe nahe dem Küstendorf Broadchurch gefunden. Neben den Ermittlungen berührt vor allem das unendliche Leid der Familie.

Es gibt bereits drei Staffeln, allerdings fand ich persönlich die erste am besten.

 4 The Fall

Jamie Dornan mal nicht als heißer SM-Verführer? Whuuut!? Tatsächlich spielt er in „The Fall: Tod in Belfast“ einen Familienvater mit dunklen Trieben. Tagsüber therapiert er Familien, nachts ermordet er sich ähnelnde Frauen. Zwischen ihm und der Ermittlerin, gespielt von Gillian Andersen, entwickelt sich eine seltsame Beziehung.

Es gibt drei Staffeln mit je 5-6 Folgen.

5 The Killing

Es zeichnet sich langsam ab, dass Serien mit starken weiblichen Hauptrollen mir besonders gefallen. Auch „The Killing“ würde ohne Sarah Linden nicht funktionieren. An ihrem vermeintlich letzten Arbeitstag, bevor sie samt Sohn zu ihrem Lebensgefährten ziehen will, wird ein junges Mädchen tot in einem Kofferraum gefunden. Statt sich von ihrem Nachfolger ablösen zu lassen, ermittelt sie mit ihm gemeinsam.

4 Staffeln

6 Die Brücke

Bevor Diane Krüger im amerikanischen Abklatsch zu sehen war, sorgten die Skandinavier für Nervenkitzel an der Grenze zwischen Dänemark und Schweden. Besonders die schwedische Ermittlerin Saga Norén, die einen kleinen psychischen Knacks hat (spontan fällt mir der korrekte Fachausdruck für ihr Problem leider gerade nicht ein), macht die Serie sehenswert. Ihr fehlt soziale Intelligenz, aber dafür hat sie ein extrem gutes Gedächtnis und ermittelt bis zur Selbstaufgabe.

3 Staffeln

7 Mord in Fjällbacka

Schriftstellerin Erica wühlt in „Mord in Fjällbacka“ die Vergangenheit auf. Ihre privaten Ermittlungen nach dem Tod des Fotografen Stigge, versetzen den Zuschauer zurück in die 60er Jahre. Es ist eine von mehreren Romanverfilmungen rund um das schwedische Dorf. Nicht so düster wie der Rest, aber für zwischendrin ein ganz guter Zeitvertreib.

8 The Sinner

Ganz neu und ultra spannend. Jessica Biel beziehungsweise die junge Mutter, die sie spielt, bringt ohne erkennbaren Grund einen völlig fremden Mann am Strand mit einem Obstmesser um. Sie bekennt sich schuldig, doch der Ermittler, der selbst wie so oft Einiges zu verbergen hat, glaubt nicht, dass es für ihre Tat kein Motiv gibt. Er tut alles, damit Cora sich wieder an die finsteren Szenen ihrer Vergangenheit erinnert, die ihr Gehirn ganz tief vergraben hat. In höchstens zwei Tagen habe ich die abgeschlossene Geschichte aus acht Episoden durchgeguckt.

Alternativprogramm

Der Serienherbst/-winter wäre also gesichert. Ich habe aber auch noch eine andere Leidenschaft: History Serien. Keine Dokumentationen, sondern sozusagen Kostümserien. Alles, was eben nicht in der Gegenwart spielt. Was ihr euch da unbedingt ansehen solltet, verrate ich in einem anderen Artikel.

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2 Kommentare

  • Antworten
    Isabel
    26. November 2017 at 9:34

    Wenn schon die schwedischen Originale, dann bitte Sarah Lund statt Sarah Linden- die ist nämlich NOCH besser 😏

    • Antworten
      Sophie
      26. November 2017 at 9:36

      Kannte ich noch nicht! Aber ist gut, ich brauche nämlich gerade wieder was Neues 🙂

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