Momdays
Momlife

Wochenbett mit Baby 2: Ich habe einen Traum…

“Nehmt euch funkelndes Garn und strickt euch einen Glitzerstrumpf”– so entließ uns die Hebamme heute aus dem Geburtsvorbereitungskurs für Mehrgebärende. Es ging dabei ums Wochenbett.

 

Jede Woche bekommen wir kugelrunden Ladys in dem Kurs eine kleine Hausaufgabe. Diese Woche sollen wir uns unser Wochenbett ausmalen. Und zwar in den herrlichsten Farben. Am besten eben sogar glitzernd. “Ihr habt so viel Geld und Zeit und alles was ihr braucht, spielt das einmal durch.” Gesagt, getan. Here we go.

 

Kuchen zur Belohnung

 

Nach einer total easy Geburt ohne Verletzungen kommen mein Mann und unser Neugeborenes nach Hause. Hier warten schon meine Eltern und der frisch gebackene große Bruder auf uns. Meine Mama hat einen Apfelkuchen gebacken und Schlagsahne gemacht. Wir sitzen in unserer nach dem Umzug mittlerweile komplett fertigen Wohnung (damit meine ich: alle Lampen und Bilder hängen, von Umzugskartons fehlt jede Spur und alles ist sauber und hübsch) und trinken entspannt Kaffee. Dann ziehe ich mich mit dem Baby zurück ins Bett und hier bleiben wir erstmal und üben das Stillen, was schon hervorragend klappt und immer noch besser wird.

 

Besuch kommt erst eine Woche später und zwar immer nur häppchenweise. Ein Besuchstermin pro Tag für maximal eine Stunde, der immer etwas zu essen dabei hat. Apropos Essen. In den Wochen vor der Geburt hatte ich noch genug Zeit Mahlzeiten vorzukochen und einzufrieren, unser Vorratsschrank ist gut gefüllt und die Stillkugeln, die ich gemacht habe schmecken sogar richtig gut. Mein Mann versorgt mich zudem permanent mit allem auf das ich Lust habe und erkennt an meinem Blick, ob es sich um Pizza, Indisch oder Schokoladenkuchen handelt. An meinem Bett steht immer eine gefüllte Kanne Tee, eine Flasche Wasser und etwas Obst.

 

Zwei Brüder

 

Kind 1 ist ein stolzer und liebevoller großer Bruder. Außerdem ist er während des Wochenbetts komplett gesund, nicht einmal die Nase läuft und er beschäftigt sich stundenlang ganz ruhig mit sich selbst und kommt zwischendurch immer ganz viel kuscheln.  

 

Nach zwei Wochen gehen wir, während Kind 1 in der Kita ist, zum ersten Mal zu dritt mit Mini 2 raus. Wir gehen frühstücken und spazieren und man merkt schon, dass der Frühling naht. Es klappt alles wunderbar und danach machen wir zu dritt einen langen Mittagsschlaf. Wir konnten uns alle in Ruhe gut auf die neue Situation einstimmen und haben bereits eine Art Rhythmus gefunden. So kann es weitergehen.

 

Happy End?

 

So sieht er also aus, mein Glitzerstrumpf. Ich bin gespannt, was wir damit nächste Woche im Kurs machen und ob ich mir dieses schillernde Ding am Ende tatsächlich überstreifen darf … 

Mehr Mehr Mehr...

1 Kommentar

  • Antworten
    Nadine
    9. Januar 2018 at 16:18

    Ohhh das klingt traumhaft!! Ich drücke dir die Daumen dass du dir diesen Glitzerstrumpf anziehen darfst.
    Ich denke nur ungern an mein Wochenbett zurück… Da mein Mann selbstständig ist war ich direkt vom ersten Tag an auf mich alleine gestellt. Und das mit Schmerzen vom Kaiserschnitt (den ich nicht wollte), offenen Brustwarzen, totaler Überforderung da erstes Kind, beginnender Wochenbettdepression… Und keiner der Besucher hat verdammt nochmal was zu essen mitgebracht!

  • Mein Kommentar