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HOW TO: So schmeißt ihr die perfekte Baby Shower

Eine Baby Shower ist völlig übertrieben und niemand braucht das? Ja, stimmt, aber man braucht ja auch nicht acht Taschen, vier Sonnenbrillen und sechs Paar Turnschuhe und hat sie trotzdem einfach weil es Spaß macht. So ist das auch mit einer Babyparty.

Ihren Ursprung hat sie natürlich im Land der Übertreibungen: den USA. So richtig gehyped wird das Event seit die Kardashians die Ankunft neuer Familienmitglieder pompös vor laufenden Kameras zelebrierten. Und seien wir mal ehrlich, es ist doch echt eine schöne Idee, die werdende Mama und das freudig erwartete Baby noch ein bisschen zu verwöhnen und zu feiern bevor die aufregendste Zeit mit einem Neugeborenen tatsächlich startet. Ein nicht ganz unwichtiger Nebenaspekt: Oft gibt es nützliche Geschenke von den Gästen.

Ich selbst habe vor anderthalb Jahren eine Überraschungsbabyparty bekommen und habe Lauras zweite geplant. Falls ihr eurer Schwester, Freundin oder sonst einer Schwangeren gerne zu so einem Highlight verhelfen wollt, hier ein paar Tipps aus erster Hand.

Die Gäste

Die Planung für die Party sollte eine Person in die Hand nehmen, die die werdende Mama wirklich gut kennt, denn sie muss unter anderem entscheiden, wen die Mom-to-be wohl gerne um sich hätte. Feste Regeln wie groß so ein Event ausfallen sollte, gibt es nämlich nicht. Es kann ganz intim nur mit den engsten Freunden und der Familie gefeiert werden oder auch größer. Das hängt ganz vom Naturell der Schwangeren ab. Bei Laura und mir waren es unter zehn Personen. Es können nur Frauen sein, nur Freunde, die werdende Oma kann aber beispielsweise auch dazu geladen werden. Von der Wahl der Gäste hängt dann auch der nächste Punkt ab.

Der passende Zeitpunkt

Die Baby Shower findet üblicherweise zum Ende der Schwangerschaft statt. Gut geeignet sind die letzten beiden Monate vor der Geburt. Das hängt auch von der Verfassung der Schwangeren ab. Hierzu kann man sich prima mit dem werdenden Papa abstimmen, da er die wichtigsten Termine der Ehrenperson kennt. Er kann wenn nötig am Tag selbst auch ein kleines Ablenkungsmanöver organisieren. Wochenenden sind eine sichere Nummer. Das Datum selbst sollte so gelegt werden, dass so viele Gäste wie möglich teilnehmen können. WhatsApp ist hier fast unerlässlich. Ja. noch so ein nerviger Gruppenchat!

Unsere Babypartys starteten etwa am späten Vormittag und zogen sich dann in den Nachmittag hinein. Einige Stunden reichen völlig aus, immerhin ist selbst dieses schöne Event mit Aufregung und positivem Stress für die Bald-Mama verbunden. Plant noch etwas Zeit für eventuelle Dekoration und Essensvorbereitungen ein.

Die Location

Unsere Partys fanden alle drei Zuhause statt. Ich glaube, das fanden wir beide genau richtig. Man kann aber auch ein nettes Cafè anfragen oder die Mama zu einem schönen Picknick in den Park entführen. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Das Motto

Das Motto ist natürlich Babyparty, aber die kann man auf alle erdenklichen Weisen inszenieren. Da sollte man wieder auf den Geschmack der Mama achten, denn für sie ist die Party und sie muss es schön finden, nicht (nur) die Gäste.

Ich wusste ja zum Beispiel, dass Laura schon bei der ersten Feier klassische babyblaue Deko hatte, also habe ich versucht in eine andere Richtung zu gehen. Pinterest liefert da so viel Inspiration, dass definitiv jeder fündig wird. Ich habe ein Boho-Theme gewählt. Es gab also goldene Becher, Naturtöne und Pflanzen. Darauf kann man dann auch gut die Verpflegung abstimmen und beispielsweise einen passenden Kuchen oder Muffins backen. Interessen, Hobbys und Lieblingsfarben – alles kann aufgegriffen werden. Auch Lieblingsgerichte!

Gimme Food!

Nicht ganz unwesentlich – wie immer im Leben – ist die Verköstigung. Wenn ihr die Party daheim schmeißt, ist es am einfachsten, wenn jeder Gast einfach etwas beisteuert. Es kann alles süß sein und ihr dekoriert eine kleine Candy Bar – mit ein paar schönen Schalen und Gläsern ist das schnell gemacht – ihr könnt einen herzhaften Brunch machen oder oder oder… Passend zur Schwangerschaft kann man auch die Gelüste mit einbringen, wenn bekannt. Für Laura haben wir beispielsweise ein großes Waffelessen veranstaltet. Das war nicht nur lecker, sondern auch sehr gesellig.

Programmpunkte

„Ja schön, man sitzt zusammen, schlägt sich den Bauch voll und was noch?“, fragt ihr euch jetzt vielleicht. Das ist ähnlich wie bei einer Hochzeit, manche Menschen stehen auf Spiele und viel Stimmung, andere gehen es lieber entspannter an. Findet raus, welcher Typ eure Hauptperson ist.

Eine Art Spiel oder Highlight kann es ruhig geben. Bei Laura haben wir bei der ersten Party den Bauchumfang geraten, indem wir Geschenkband zugeschnitten haben und dann einzeln getestet haben, ob es stimmt. Wir haben Bodys selbst bemalt und den Namen orakelt. In diesem Jahr haben wir noch ein kleines Babybauchshooting mit einer Einwegkamera (Polaroid ist auch super!) gemacht (Unser Learning: Unbedingt auf Blitz und Lichtverhältnisse achten, sonst ärgert man sich über missglückte Bilder!).

Außerdem wurde eines der Geschenke irgendwie auch Teil des Entertainments.

Geschenke

Geschenke sind auf keinen Fall ein Muss, aber relativ üblich. Schön sind neben klassischen Windeltorten, Babysachen oder Care-Paketen/Survival-Kit für die Neu-Mama auch Möglichkeiten, die Erinnerungen des ersten Babyjahres festzuhalten. Dafür gibt es Milestone Cards oder auch Bücher (z.B. über Dawanda), die man super easy selbst machen kann.

Ich habe für Laura ein Blanko-Notizbuch mit einem Dschungeleinband gekauft und die Seiten individuell gestaltet. Es gab einen Countdown zum Abstreichen bis zum E.T., Lückentexte zur Schwangerschaft, Texte zum Ausfüllen für die Gäste (Ratschläge, Schätzfragen,..), Platz für erste Bilder und Fußabdrücke, Tipps für Date-Nights und schnelle Familienessen sowie einen Breastfeeding Tracker.

Mama freut sich aber auch immer über Wellnessgutscheine! 😛

Yay! Let’s Baby Party

Alles ist vorbereitet, es kann losgehen. Der Mann lotst seine Liebste aus der Wohnung (oder später zum Ort des Geschehens) und die Gäste bereiten in der Zwischenzeit alles vor: Essen anrichten und dekorieren. Jetzt wird aufgeregt gewartet, bis der Schlüssel im Schloss zu hören ist. (Für den perfekten Überraschungseffekt Schuhe, Taschen und Jacken bloß nicht im Flur deponieren!) Mama kommt rein: „Höh, irgendwas stimmt nicht“, „Ohhhhh, was macht ihr denn hier?!“

So, und jetzt aber READY TO POP!

 

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