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Warum Reismilch mein Leben verändert hat

Ich habe in der letzten Woche ein ganz besonderes Verhältnis zu Reismilch entwickelt. Dabei geht es keinesfalls, um meine Ernährung. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie dieses Getränk überhaupt schmeckt. Aber hä, wie kann sie dann mein Leben verändert haben?!

Genauer gesagt, hat sie eher Lenis Leben verändert, was meines in der logischen Konsequenz ebenfalls besser gemacht hat. Alles fing damit an, dass ich im Rewe verzweifelt nach Hafermilch gesucht habe, die Leni nachts noch zwei bis drei Mal bekommen hat (zum Einschlafen, gegen 22 und 2 Uhr). Nix, keine Hafermilch weit und breit.

Kurzzeitig löste das völlige Verzweiflung in mir aus, der dann Überforderung folgte ob der Auswahl an pflanzlichen Milcherzeugnissen: Soja, Dinkel, Mandel, Kokos und eben Reis. Ich weiß gar nicht warum, aber irgendwie habe ich einfach zu einer Packung Reismilch gegriffen, kurz gecheckt, dass kein künstlicher Zucker zugesetzt wurde und ab nach Hause.

Gegen 18:30 Uhr folgte dann der spannende Moment der ersten Verkostung. Glück gehabt, auch Reismilch schien – anders als Wasser oder Tee – abends gut anzukommen. Ohne Murren wurde die Flasche leer geschlürft, sich zur Seite gerollt, Augen zu und zzzzzzzzzzzz. Und jetzt folgt die angekündigte Veränderung: statt weiterer zwei Flaschen reichte eine gegen 22 Uhr und LENI SCHLIEF DURCH!!!!

Wer uns schon länger kennt, weiß, dass Leni keine gute Schläferin ist, wenn man das so sagen kann. Sie wird zusätzlich zu den berechenbaren drei Malen, bei denen sie eine Flasche Milch bekommt, gerne auch mal öfter zwischendurch wach – seit anderthalb Jahren. Dass sie nun so lange, was in unserem Fall meistens 6:30 Uhr ist, am Stück geschlafen hat, war eine wahre Weltsensation. Naja, bestimmt Zufall, habe ich gedacht. Wenn du dich jetzt darüber freust, dann passiert das morgen bestimmt nicht noch mal und übermorgen schon mal gar nicht.

Aber was soll ich sagen? Seit vier Nächten lebe ich endlich meinen Traum von einigen Stunden ununterbrochenem Schlaf. Es ist großartig! Zwei Flaschen Reismilch und die Nacht ist geritzt. Natürlich ist das Ganze eher ironisch gemeint. Ganz sicher, hat der plötzliche neue Rhythmus eine ganz andere Ursache. Trotzdem gibt es ab sofort Reismilch. Sorry, Hafer, aber du wurdest gnadenlos ersetzt!

Gleichzeitig mit dem Milchwechsel sind wir auch von unserem Wochenendtrip aus Hamburg zurückgekommen. Da wir bei dem schönen Wetter (in Hamburg!!!) viel unterwegs waren, war es fast unmöglich zu Lenis üblicher Abendbrotszeit (17:30 Uhr) zurück in unserer Airbnb-Wohnung zu sein. Und so hat sich ihr Rhythmus endlich um irgendwas zwischen einer halben und einer Stunde nach hinten verschoben.

(Ich habe sie vorher einfach nicht länger als 17:30 Uhr hingehalten bekommen. Wenn ich das Essen zu lange rausgezögert habe, war sie zu müde und hat sehr schlecht gegessen.) Gegessen wird jetzt erst gegen 18 Uhr frühestens und statt müdem und quengeligem Rummümmeln wird jetzt richtig mit Appetit gegessen. Gut möglich, dass es der vollere Magen ist, der Leni nun besser schlafen lässt.

Woran auch immer es liegt, dass Leni aktuell zwischen 24 und 6:30 Uhr nicht mehr aufwacht, ich hoffe, es bleibt so, denn: Oh Boy, Schlaf, I missed you damn much!

 

P.S. Just in dem Moment, als ich diesen Text fertig getippt habe (vor ein paar Tagen), war die Glückssträhne beendet – Quengelei alle halbe Stunde bis zur Nachtflasche. Jetzt läuft es allerdings schon wieder besser. Bei Leni ist das wirklich sehr unberechenbar. Ich bin sehr gespannt, wann sich ihr Schlafmuster langfristig einpegelt.

P.P.S. Reis ist Schadstoff belastet, wurde mir jetzt schon zwei Mal gesagt, nachdem ich vom neuen Zauberdrink berichtet habe. (Ihr müsst es also nicht mehr kommentieren.) Das ist an mir – wieder mal – total vorüber gegangen. Also doch wieder zurück zur Hafermilch. Da haste aber noch mal Glück gehabt, meine Gute!

 Bild: Unsplash / Noemi Jimenez

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2 Kommentare

  • Antworten
    Ann-Kathrin
    2. Mai 2018 at 20:06

    Hey! Also es kann sein, dass sie ein wenig besser geschlafen hat , weil Hafer bei vielen Menschen eher ein Wachmacher ist. Deshalb wird Menschen die Probleme mit dem Schlafrhythmus haben auch geraten, keinen Porridge usw zur Nacht hin zu essen. Viele Grüße

    • Antworten
      Sophie
      3. Mai 2018 at 20:03

      Ach, super interessant. Das war mir nicht bewusst.

      Danke dir!

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