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Sommerpause? Deswegen ist es hier gerade so still

Rrrrp, rrrrp, rrrrp…  Wenn ihr in den letzten Wochen mal Momdays besucht habt, konntet ihr bei ganz genauem Hinhören vielleicht das Zirpen der Grillen vernehmen. Dieses Geräusch, das man nur hört, wenn sonst alles still ist, nichts passiert und maximal noch eine kleine, warme Brise weht. Ja, so war es hier. Still und warm und ruhig und still. Aber warum eigentlich? Die Antwort ist so kurz wie unbefriedigend: Nur so.

Während Sophie als berufstätige Mama schlicht und ergreifend zeitlich einfach sehr eingeschränkt ist und vor ihrem wohlverdienten Urlaub noch einmal so richtig das Office rockt, muss ich wohl dennoch etwas weiter ausholen, wenn ich unsere kleine Sommerpause erklären soll. Ich bin schließlich in Elternzeit und könnte doch durchaus während ich mit dem linken Fuß die Wippe anstupse meine Finger über die Tastatur fliegen lassen. Klar könnte ich das, aber ich mag nicht.

Im Mama-Exil

Denn ich bin beschäftigt. Sehr beschäftigt. Und zwar damit, mein Baby anzustarren, ihm die Füße zu kitzeln und an seinem Nacken zu schnuppern. Während mir bei Baby 1 alles gar nicht schnell genug gehen konnte, würde ich bei Nummer 2 gerne die Zeit einhalten. Einfach, weil ich jetzt weiß, wie verdammt schnell sich diese kleinen Nudeln mit Armen in ausgewachsene Kleinkinder transformieren. Sagt einem ja jeder, aber man geht das echt fix. Rückblickend dauerte es beim großen Jungen gefühlt 1,2 Sekunden von “Dadada” bis “Ich will aber die Socken mit dem Milchlaster! Jetzt!”.

Und da ich in einigen Wochen wieder arbeiten werde, gönne ich mir gerade das absolute Momlife. Morgens frühstücken gehen, mittags im Park mit anderen Muttis schieben, nachmittags ausgiebiges, manchmal stundenlanges Stillen und Kuscheln. Dabei nichts anderes denken als: “Hach ist das schön!” Da bleibt Papierkram liegen, ich verpasse Arzttermine und auf diesem Blog wird es auf einmal ruhig. Und während ich sonst deswegen sicherlich ein schlechtes Gewissen haben würde, lebe ich im Moment eben ganz bewusst so “undiszipliniert”. Denn ich weiß, die Zeit der vielen Pflichten (allerdings auch Freiheiten) kommt schnell genug wieder – und bis dahin versinke ich noch ein wenig in meiner Mama-Bubble.

Bild: Unsplash

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