Momdays
Momlife

Tipps & Tricks für Kinder aus Team „Zähne putzen? Nein, danke!“

Ich wage mal die steile These, dass Zähneputzen in den meisten Familien kein Lieblingsthema ist. Allein in meinem Muttibekanntenkreis häufen sich die verzweifelten bis genervten Sprachnachrichten über Kinder, die jedes Mal ein Schreikonzert veranstalten, wenn sie die Zahnbürste auch nur aus dem Augenwinkel sehen. Und natürlich habe ich auch selbst mit Leni meine Erfahrungen gemacht.

Leni hat schon sehr früh ihre ersten Zähne bekommen, so mit vier Monaten. Ab dem ersten Zahn gehört natürlich auch das Pflegen des solchen zur Routine dazu. Theater von Anfang an, obwohl ich ihr zur Gewöhnung schon sehr früh die Zahnbürste zum spielerischen Umgang gegeben habe. Als Mama ist man da natürlich gehörig in der Zwickmühle: Dem Kind die Bürste trotz Schreien und Weinen der Zahngesundheit wegen in den Mund stecken oder sich dem Befinden des Minis beugen? Schwierig! Ich gebe zu, dass ich aus Angst vor schlechten Zähnen immer wenigstens ein bisschen geputzt habe. Immerhin trinkt Leni nachts auch Milch, war immer mein Gedanke…

Je älter die Kinder werden, desto besser kann man natürlich Lösungen für das Problem finden. Am einfachsten ist das Ablenken mit Serien, die die Kleinen gerne mögen, aber ob das die beste Option ist? I doubt it! Deswegen kommt das bei uns nur an echten Horrortagen vor. Was also dann tun?

Das Wichtigste: Positive Stimmung kreieren

Wenn ich „Zähne putzen“ sage, hat sie meistens Lust und holt sich ihre Zahnbürste bereitwillig ab, um mit mir gemeinsam morgens zu putzen. Wenn Mama es auch macht, kann es ja nicht so schlimm sein, oder? Aktuell singe ich immer „Zähne putzen, Zähne putzen, muss ein jedes Kind. Zähne putzen, Zähne putzen, bis sie sauber sind…“ Das gefällt der Perle besonders gut und macht direkt gute Laune. Ich lasse Leni grundsätzlich erst mal allein versuchen. Das Prinzip des korrekten Putzens hat sie allerdings einfach noch nicht verstanden, also saugt sie die Zahnpasta aus der Bürste und bewegt vor allem den Kopf statt das Zahnputzgerät in ihrer Hand. Dann übernehme ich irgendwann und die Stimmung fängt an zu kippen…

Tipps & Tricks

Von Wiebke habe ich den Tipp ausprobiert, mit dem Kind zusammen die Zähne zu zählen. Findet Leni nicht so toll.

Was aktuell hingegen ganz gut funktioniert, ist einmal wie ein Löwe zu brüllen (für die hinteren Zähne) und die Zähne aufeinander zu pressen und „Grrrrrr“ zu machen wie ein Tiger (um frontal zu putzen). Da darf ich jeweils so zwei bis vier mal schrubben, wenn die Laune gut ist.

Eine weitere Methode ist ein Belohnungssystem. Eine Freundin hat das gerade erfolgreich mit ihrem Sohn, der so alt ist wie Leni, erprobt. Für jedes Mal Zähneputzen darf er sich einen Baggersticker aussuchen und auf ein Blatt Papier kleben, das an seiner Zimmerwand hängt. Wenn eure Kinder lieber Autos oder Einhörner mögen, funktioniert die Idee natürlich genauso gut.

Habt ihr noch Tricks? Bitte, bitte her damit!

Macht euch locker!

Wenn’s gar nicht geht, geht’s halt nicht. Um jeden Preis zwinge ich Leni das Zähneputzen nicht auf. Wenn sie sich nicht gut fühlt oder wir von einem Ausflug kommen und sie quasi schon im Auto eingeschlafen ist, dann wird auch mal ein Auge zugedrückt. Ich glaube, dass man sich und dem Kind einen Gefallen tut, wenn man sich in Sachen Zahnhygiene von Druck und Schuldgefühlen frei macht.

Next up: der erste Zahnarztbesuch

Demnächst steht hier auch der erste Zahnarztbesuch an. Etwas spät, ich weiß. Unsere Zahnärztin meinte zu mir, dass es am Anfang sowieso erst einmal ums Kennenlernen und wohlfühlen gehe. Auf keinen Fall solle man Dinge wie „Wir gehen jetzt zum Zahnarzt und das wird gar nicht schlimm“ sagen, sondern es einfach als Normalität vermitteln, die es ja auch ist und dem Ganzen nicht direkt eine negative Note geben. Wie ihr gerade gelesen habt, habe ich auch entschieden zu unserer normalen Ärztin und nicht in eine spezielle Kinderpraxis zu gehen. Ich bin schon gespannt, ob Leni die Ärztin an ihre Zähne lässt. Ich habe da so ein Gefühl…

Mehr Mehr Mehr...

Noch keine Kommentare

Mein Kommentar