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5 Ideen, dem Kind Gemüse unterzumogeln

Ich will Nudeln! Nuuudeln! Nuuuuuuudeln! Für mein Kind könnte die ganze Welt nur aus Teigwaren bestehen. Er war eigentlich immer ein sensationeller Esser. Schon als Baby mochte er alles und hat selbst beim Spinatbrei noch den letzten Löffel zufrieden abgeschleckt. Später ging das so weiter. Er liebte Brokkoli und Kürbis und Süßkartoffel und Sellerie. Langsam aber sicher nähern wir uns allerdings dieser Phase, in der auf dem Teller die Zucchini aussortiert wird und am liebsten auf alles Zimt und Zucker drauf soll. Klar biete ich ihm weiterhin alles an und klar holen sich Kinder schon die Nährstoffe, die sie brauchen. Aber ein paar Gemüse-Untermogel-Tipps wende ich trotzdem gerne an.

1. Breiverwertung

Da in unserem Haushalt derzeit ja auch ein Baby weilt und isst, haben wir relativ viel Breireste für die Verwertung. Den Gemüsebrei vom Mittag schmeiße ich nicht weg und mogele ihn abends dem Größeren unter. Zucchinibrei kommt in ein paar herzhafte Waffeln, pürierter Blumenkohl in den Grießbrei und Karottenbrei wird mit einem Schluck Orangensaft zum leckeren Smoothie.

2. Erbsen naschen

Wenn man es dem Kind richtig verkauft, kann man mit TK-Erbsen einen großen Spaß haben. Ein kleines Schälchen davon reicht, um das Kind einige Minuten lang zu beschäftigen. Er zählt sie, nimmt sie in den Mund, lutscht sie und findet es total spannend, was da passiert. Und – zack! – ist das Schälchen leer und wieder eine der fünf empfohlenen Gemüsetagesportionen vertilgt.

3. Gemeinsam kochen

Kinder lieben es, zu helfen und mit eingebunden zu werden. Auch wenn es dreimal so lange dauert, hilft uns das Kind fast jeden Tag bei der Essenszubereitung. Und wenn er selbst den Fenchel geschnitten und angebraten hat (natürlich immer mit Mamas oder Papas Hilfe), schmeckt der doch sogar anschließen auch oder wird zumindest mal probiert (und zwar erst roh und dann gebraten – spannend!).

4. Fantasie-Namen

Ich arbeite in der Medienbranche und hier ist das Zauberwort für alles “Story Telling”. Mach eine Geschichte draus und die Leute wird es interessieren. Das klappt auch beim Essen mit Kindern. “Heute gibt es Spinat” vs. “Heute gibt es gritzegrünes Zauberkraut”. Letzteres gewinnt! Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und so kam es hier schon vor, dass zwar “Risotto mit Zucchini”der Kategorie Bääääh zugerodnet wurde, “weicher Softreis mit magischem Kraftwurz” aber wie der Himmel auf Erden schmeckte.

Im Endeffekt mache ich mir keinen Stress und will den Kindern auch vermitteln, dass Essen mehr ist als reine Nahrungsaufnahme. Essen ist eine Entdeckung, ist Genuss und ist Spaß. Und wenn man die Kleinen mit ein paar Tricks dazu bringen kann, kulinarisch mehr auszuprobieren, ist das eine prima Sache. Wenn sie aber gerade partout nicht wollen oder eine “schwierige” Essensphase haben, ist das sicherlich auch kein Weltuntergang – es wird auch wieder anders. Und bis dahin gibt es dann eben Nudeln, Nuuudeln, Nuuuuuuudeln. 

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