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MOMFAIL #1 – Nix mit „Laterne, Laterne…“!

Man soll Menschen ja nicht in Schubladen stecken. Etwas, das wir unseren Kindern beibringen wollen und sollen, mache ich jetzt trotzdem mal. Meiner Meinung nach kann man die meisten Mütter nämlich in zwei Kategorien einteilen: die perfekt durchorganisierten und die verpeilten. Klar, die Grenzen verschwimmen immer mal wieder, aber so ein bisschen Wahrheit steckt da schon drin. Und ich verrate euch kein großes Geheimnis, wenn ich mich zur zweiten Sorte Mamas bekenne.

Und damit ihr die Gewissheit habt, dass jede Mama mal Fehler macht – ja, auch die sonst gut strukturierten – rufe ich mit diesem Artikel die neue Rubrik MOMFAILS ins Leben. Damit ihr schmunzeln, euch wiedererkennen, aufatmen und weitermachen könnt.

Den Anfange mache heute ich mit einer typischen Sophie-Aktion. Vergangene Woche habe ich Leni höchst selbst ihre erste ganz individuelle Laterne in zwei Stunden liebevoller Heimarbeit gebastelt. Die Anleitung dazu findet ihr noch immer hier. Leni hat sich wie Bolle darauf gefreut, ihre Laterne ausführen zu dürfen. „Ja, noch ein bisschen Geduld. Das machen wir am Sonntag mit den anderen Kindern zusammen. Dann wird gesungen und es gibt sogar ein richtiges Pferd“, habe ich die Vorfreude meine Tochter noch geschürt.

Ausgerechnet am großen Tag, St. Martin, war Leni besonders früh ningelig und müde, so dass Gero mich fragte, ob wir wirklich noch zum Umzug um 18 Uhr gehen wollten. „Doch, unbedingt! Wenn wir erst mal da sind, wird sie das ganz toll finden. Das singen und die Kinder und die vielen Laternen!“ Also ging es mit Leni auf den Schultern und der Laterne in der Hand gegen halb sechs los zur Tram.

In der Straßenbahn wollte ich eigentlich nur noch mal die genaue Adresse der Kirche nachschauen, die der Startpunkt für den kurzen Marsch sein sollte. Und. Da. Fiel. Es. Mir. Wie. Schuppen. Von. Den. Augen.

„Samstag, 10.11.“

Was!? Aber alles Kirchliche ist doch IMMER sonntags! Die Enttäuschung war bei mir wohl größer als bei Leni, immerhin wusste sie ja gar nicht genau, was sie erwarten würde. Und so stiegen wir nach einer Station wieder aus, um zu dritt singend und mit leuchtender Laterne wieder nach Hause zu gehen.

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