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UPDATE: Unser Alltag mit Babysitterin

Der Januar ist vorbei und mit ihm unser erster Monat mit Babysitterin. Da ich euch auch schon von unserer Suche erzählt habe, möchte ich euch auch ein kleines Update nicht vorenthalten.

Wer passt auf?

Fangen wir erst einmal damit an, was das überhaupt für eine Person ist, die jetzt regelmäßig auf unser Kind aufpasst. Kiki (*Name geändert) ist 20 Jahre alt, hat bereits ein Jahr in einer Kita gearbeitet und befindet sich aktuell noch ein wenig in der Findungsphase  – völlig legitim mit Anfang 20. Anders als Kandidatin Nummer 1, die kurzentschlossen an dem Tag abgesagt hat, an dem sie Leni zum ersten Mal abholen sollte, ist Kiki zuverlässig, freundlich und zeigt Eigeninitiative. Schon nach den ersten Wochen haben wir ein lockeres, nettes Verhältnis aufgebaut. Wir duzen uns und klären alles Organisatorische unkompliziert via WhatsApp. Da sie noch einen anderen Nebenjob hat, haben wir mit ihr vor allem feste Termine. Und da kommen wir direkt zur nächsten Frage.

Wie oft ist die Babysitterin da?

Der Grund, warum ich überhaupt nach einer Babysitterin gesucht habe, waren wie ihr euch vielleicht erinnert, meine veränderten Arbeitszeiten. An zwei Tagen in der Woche arbeite ich jetzt jeweils sieben Stunden. Zusammen mit dem Fahrtweg deckt unsere Kita diese Zeiten leider nicht ab.

Einen Tag übernimmt weiterhin meine Mama, die Leni nun einfach an einem anderen Tag von der Kita abholt als im vergangenen Jahr. Für den anderen Tag brauchte ich Unterstützung. Kiki holt Leni seit Anfang des Monats fix einmal die Woche von der Kita ab und passt auf sie auf, bis ich von der Arbeit komme. Das sind im Schnitt drei Stunden.

Spontane Termine sind nicht immer möglich, das hat Kiki aber auch von Anfang an so kommuniziert. Für mein Mittwochstanzen hatte dieser Umstand leider schon einige Male Konsequenzen. Allerdings habe ich  dieses Thema noch mal bei Gero angesprochen und er versucht mir diesen Freiraum weiterhin zu ermöglichen, indem er früher von der Arbeit kommt. Ich bin gespannt, ob das klappt. Zumindest steht es schon mal in seinem Kalender.

Am Wochenende haben wir Kiki bis jetzt noch nicht in Anspruch genommen.

Was gehört Organisatorisch dazu?

Die Vollmacht zur Abholung in der Kita hatte ich, worauf ich super stolz war, rechtzeitig ausgedruckt, aber beim ersten Termin – typisch Sophie! – natürlich im Auto liegen lassen. Ein Telefonat mit den Erzieherinnen hat aber zum Glück gereicht und die Vollmacht habe ich wenig später abgegeben.

Morgens packe ich den kleinen Kitarucksack, den wir sonst gar nicht im Alltag benutzen, weil es Essen dort gibt und ich Leni immer mit dem Auto abhole. Wichtig sind dabei vor allem drei Dinge: die Wasserflasche, eine Dose mit Snacks und unser Schlüssel, den Kiki und meine Mama sich teilen müssen.

Entweder schreibe ich Kiki dann die Zeit, zu der sie Leni abholen kann, die variiert nämlich, je nachdem, wann ich sie morgens abgegeben habe oder sie fragt von sich aus noch mal nach.

Meistens bin ich gegen halb sechs zuhause, wo Leni mich immer sehr freudig empfängt – mein Tageshighlight! Dann nutze ich die verbleibende Zeit, in der Kiki noch da ist, um Lenis Abendessen vorzubereiten und die beiden räumen das Kinderzimmer auf. Vor dem Abendessen verabschiedet Kiki sich, nachdem sie mir noch kurz erzählt, wie der Nachmittag war.

(An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich es super finde, dass sie bei ihrem Bericht immer ehrlich ist und neulich auch zugegeben hat, dass es schwierig mit Leni war oder dass sie ihr doch noch eine Maiswaffel gegeben hat, obwohl ich vorher geschrieben hatte, dass ich das so kurz vor dem Abendessen nicht möchte, weil sie meine Nachricht zu spät gelesen hat. Diese Ehrlichkeit gibt mir ein sehr gutes Gefühl.)

Wie findet Leni das Ganze?

Beim ersten Abholen hat Leni Kiki sofort erkannt und ist bereitwillig mit ihr nach Hause gegangen. Leni ist aber auch ein sehr aufgeschlossenes Kind. Wenn ich nach Hause komme, scheinen die zwei immer eine schöne Zeit zu haben. Trotzdem ist Leni bei der Verabschiedung immer recht verhalten und sagt kaum Tschüß, was mich dann doch etwas verwundert.

Allerdings ist jetzt auch erst ein Monat vergangen. Ich bin zuversichtlich, dass sich das noch ändern wird. Zumal Kiki sich wirklich Mühe gibt. Sie singt mit Leni, ist super im kreativen Spielen und Geschichten ausdenken und hat von sich aus sogar Bastelsachen besorgt und den Nachmittag dementsprechend schon ein wenig vorgeplant. Darüber habe ich mich wirklich gefreut. Sie ist lieb zu Leni, weiß aber auch, dass mir einige Regeln wichtig sind, und gibt das auch in meiner Abwesenheit an Leni weiter. Ich erwähne Kiki einfach immer wieder zwischendurch und bereite Leni auf die Zeit mit ihr vor. Alles andere kommt sicher mit der Zeit.

Zum großen Babysitterglück fehlt uns jetzt nur noch ein Backup…. Here we go again, Kleinanzeigen!

 

 

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