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Ab heute bin ich Öko, Mutti! – Franzis Weg zu mehr Nachhaltigkeit

Franzi ist auf Instagram als frieda.in.farbe unterwegs. Sie und ihr Feed strahlen eine angenehme Ruhe und Zufriedenheit aus und davon wollen wir uns jetzt eine Scheibe abschneiden! Die Jungsmama aus Dresden nimmt uns mit auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Part I der Reihe, eine kleine Intro ins Thema, gibt es heute für euch.
Ökomutti. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele mir aus meinem Umfeld diesen Stempel schon heimlich aufgedrückt haben. Ach, du immer mit deinem Bio-Gedöns…„, rief mir letztens eine Arbeitskollegin zu, als ich mir in meinen Kaffee einen Schuss Sojamilch gekippt habe und nicht zur konventionellen JA!-Milch gegriffen habe. Ein zwinkerndes Grinsen warf sie mir noch hinterher, dass ich es auch nicht in den falschen Hals bekomme. Ist es nicht merkwürdig eigenartig, dass man sich rechtfertigen muss, sobald man etwas Gutes tut? Oder andersrum betrachtet: Würde ich mir im Pausenraum ein dickes Mettbrötchen genüsslich zu Gemüte führen, würde wahrscheinlich nicht Einer komisch gucken. Und, ICH tu‘s ja auch nicht. Bei mir muss sich keiner rechtfertigen, wie er lebt und was er für richtig hält. Ich erhebe nie meinen Zeigefinger oder sag der Mutti vor mir an der Kasse: Na… der Brotlaib passt aber wohl locker noch in ihren Rucksack rein, hm? Legen Sie mal die Plastiktüte wieder ins Regal!“. Einfach auch aus dem simplen Grund, dass ich vor nicht ganz zwei Jahren vielleicht noch selbst so gehandelt hätte. Ich einfach andere Themen auf dem Schirm hatte als Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Hätte mich dann einer ermahnt, wie unachtsam ich doch lebe, ich hätte wahrscheinlich direkt meine Schotten dicht gemacht und auf Durchzug geschalten wie ein trotziger Teenie, der sich ungerecht kritisiert fühlt. Daher bin ich wirklich froh, dass der Weg in die Nachhaltigkeit bei mir ein natürlicher und mitwachsender Prozess war – und auch noch ist!

Nachhaltigkeit als Thema wahrnehmen

Wenn ich zurück denke, dann habe ich eigentlich in der Schwangerschaft erst angefangen darüber nachzudenken, was ein gutes Leben für mich und uns als Familie bedeutet. In was für einer Welt mein Kind leben soll und welche Werte ich ihm mitgeben möchte. Aber die ersten Dinge bewusst umgesetzt haben wir erst während unseres 1,5-jährigen Auslandaufenthaltes in der Niederlande. Was nicht zuletzt damit zu tun hatte, dass ich als Mama in Elternzeit viel Zeit hatte, um zu mir selbst zu finden und mich mit Dingen konsequent auseinanderzusetzen, die mich interessieren und bewegen. Und so kam es dann, dass ich und mein Freund uns die ein oder andere themenbezogene Doku „zu viel“ angeschaut hatten. So saß ich dann auch abends vor dem TV und sah die Nachrichten über den Klimawandel, die in der Tagesschau liefen, plötzlich mit ganz anderen Augen.

Auf los geht’s los!

Witzigerweise war unser erster Schritt in die nachhaltige Richtung dann direkt ein wirklich großer Sprung. Ganz nach dem Motto ‘‘go big or go home‘‘ beschlossen wir uns als Familie nur noch vegetarisch zu ernähren. Mittlerweile leben wir sogar vegan. Und um Eins gleich schon mal vorweg zu nehmen: Es ist um Einiges leichter als man sich das immer vorstellt. Und nein, wir essen nicht nur Salat und Tofu. Ja, echt jetzt!

Aber Spaß bei Seite. Es war schon ein radikaler Schritt. Und man kann es sich mit vielen kleinen Schritten auch einfacher machen den Weg einzuschlagen, den man für sich selbst als richtig und vor allem auch als machbar empfindet. Man könnte wohl sonst von heute auf morgen sofort versuchen anzufangen sein Leben umzukrempeln und in wirklich allen Lebenslagen und alltäglichen Situationen feststellen, dass es überall Baustellen gibt, die man ändern könnte.

Der erste Schritt kann ja aber schon durchaus bedeuten, einfach mal den Müll zu trennen.

Einen Kaffeebecher für seinen Coffee to go mit zum Bäcker zu nehmen.

Oder einen Stoffbeutel in den Rucksack zu packen, für den Fall man geht noch auf dem Weg spontan einkaufen.

Und so passiert es eigentlich schon fast natürlich, dass man sich Gedanken darüber macht, ob man jetzt die eingeschweißten Äpfel aus Spanien nimmt oder doch lieber die unverpackten aus dem hübschen Dorf um die Ecke. Man daraus dann selbst ein Apfelmus kocht oder eins im Glas aus dem Regal nimmt. Schritt für Schritt ein Bewusstsein entwickeln.

Warum ist mir Nachhaltigkeit wichtig?

Und ich tue das nicht nur für die Umwelt oder weil mir die Tiere Leid tun. Nein, ich tue es in erster Linie auch für mich und meine Familie. Für meinen Sohn, der es in 30 Jahren bitte noch genau so schön haben soll wie wir jetzt auf diesem schönen, grünen Planeten. Eigentlich gar nicht verwunderlich, dass seine Lieblingsfarbe Grün ist. Ich hoffe sehr, sie wird es für immer bleiben.

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