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Europawahl: Warum Mamas Sonntag wählen MÜSSEN

Am kommenden Sonntag, den 26. Mai findet bei uns in Deutschland die Europawahl statt. Sie gilt bei vielen nach wie vor als eher untergeordnete Nebenwahl. Muss man da wirklich hin? Auf jeden Fall! Denn das Europäische Parlament hat auf manche Dinge sogar mehr Einfluss als so manches nationale. Das betrifft uns und vor allem auch unsere Kinder.

Was wählen wir eigentlich?

Die Wahl selbst ist hier in Deutschland zwar easy, aber bleibt nach wie vor eher unpersönlich. 96 Abgeordnete schickt Deutschland nach Brüssel. Die Kandidaten legen die Parteien fest. Sie stellen Listen auf, und aus diesen kann sich der Wähler für eine entscheiden. Am Sonntag machen wir also lediglich ein einziges Kreuz bei einer Partei. Die Liste müssen wir so nehmen wie sie ist. Wir haben nur diese eine Stimme und es gibt keine Direktwahl einzelner Abgeordneter.

Warum sollten wir wählen?

Sonntag reicht es nicht, einen Europa-Hoodie als politisches It-Piece zu tragen – jetzt muss auch gehandelt werden. Und das ist sooo einfach. Kreuzchen machen, fertig. Fällt nicht auf, wenn du nicht wählst? Fällt wohl auf! Anders als bei den Abstimmungen zum Bundestag oder den Landtagen gibt es bei der Europawahl keine Prozenthürde. Das hat zur Folge, dass auch Parteien Parlamentarier nach Brüssel schicken können, die bei nationalen Wahlen meist chancenlos sind. So schaffte es bei der letzten Europawahl ein Abgeordneter der NPD ins Parlament. Die NPD ist laut Verfassungsschutz eine rechtsextreme Partei, deren politisches Konzept die Menschenwürde missachtet. Wer nicht wählen geht, spielt den radikalen Parteien direkt in die Hände. Und daran kann – sei es in Europa oder im eigenen Land – nun wirklich niemandem gelegen sein.

Was denn nun wählen?

Der Wahl-O-mat wurde gerade nach einer Klage abgeschaltet. Er war mir bei vergangenen Wahlen stets eine gute Stütze. Doch es gibt allerlei Alternativen. Zum Beispiel den Wahl-Kompass. Erstellt wurde er von der Uni Münster und basiert wie der Wahl-O-Mat auf Thesen, zu denen man seine Meinung abgeben kann. Man kann hier nicht nur zustimmen oder eben nicht, sondern aus einer fünfstufigen Skala von „stimme vollkommen zu“ bis „stimme überhaupt nicht zu“ auswählen. So wird das Ergebnis weiter verfeinert werden. Super Tool, dessen Ergebnis ich total spannend fand, da es nicht in einer Liste angezeigt wird, sondern auf einem politischen Koordinatensystem. Einziger Nachteil: Im Wahl-Kompass sind nicht alle Parteien vertreten.

Geh wählen, Mutti!

Der Einfluss des Parlaments sollte man nicht unterschätzen. In vielen Bereichen hat das europäische Parlament sogar mehr zu sagen als das nationale. Zum Beispiel bei so wichtigen Themen wie Asylrecht, Umweltschutz, Verbraucherschutz und Datenschutz. Themen, die nicht nur uns, sondern vor allem auch unsere Kinder maßgeblich betreffen.

Klappe halten ist in der Politik momentan keine Option. Jeder sollte Position beziehen und damit auch seinen Kindern ein gutes Vorbild sein. Vielleicht macht ihr ja einen Familienausflug ins Wahlbüro. Vorleben ist schließlich die beste Erziehung und die Werte, die das Wahlkreuzchen setzt, an diesem Tag so leicht vermittelbar. Zukunft, Zusammenhalt, Frieden und Demokratie – let’s do this!


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