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Lasst uns ZUSAMMEN etwas gegen den Bildungsnotstand tun!

Mein Kind ist zwei Jahre und acht Monate alt. Quasi noch ein Baby. Sie kann bis elf zählen und sich tierisch gut Buchtexte merken, aber in die Schule geht sie noch lange nicht. Ich habe zwar schon auf eine Grundschule in der Nachbarschaft ein Auge geworfen, weil sie einfach nett aussieht, aber so richtig beschäftigt habe ich mich noch nicht mit dem Thema. Das ist doch noch sooo lange hin! Ist es?

Neulich, als ich ein seltenes Gespräch mit einer der anderen Mamas auf dem Kitaflur geführt habe, hat sie mir tatsächlich erzählt, sie gingen gleich noch zum Tag der offenen Tür in einer Grundschule. Ihre Tochter ist nur ein paar Monate älter als Leni. Meine innere Reaktion dazu schwankte zwischen „Okaaaaaay…“ und „Oh Gott, ich bin die am schlechtesten organisierte Mutter der Welt!“

Heute stieß ich eher zufällig wieder über dieses Thema in einer Instagram Story und las einen erschreckenden Post, in dem ein Elfjähriger mit einem Schnitt von 1,9 an drei Berliner Oberschulen abgelehnt wurde und nun wahrscheinlich einen Schulweg von einer Stunde vor sich hat.

Und auch wenn es mich nicht akut direkt betrifft, macht es mich betroffen. Es macht mir sogar richtig Angst. Denn ich hatte eine tolle Schulzeit. Keine zu großen Klassen, sehr selten Unterrichtsausfall und der Weg war auch okay. Ich hatte Spaß am Lernen, weil ich dafür ein tolles Umfeld hatte. Klar, dass das auch meine Idealvorstellung für mein eigenes Kind ist.

Wenn ich mir jetzt überlege, dass meine Tochter allein jeden Tag mit der Bahn pendeln muss, um dann vielleicht in einem Container auf dem Schulhof total müde in die erste Stunde in einer viel zu großen Klasse mit einem überarbeiteten Lehrer zu starten… Ich weiß selbst, wie ätzend es ist, morgens und nachmittags eine Stunde unterwegs zur Arbeit zu sein. Wie muss das dann für ein Kind sein?

Selbst wenn wir persönlich Glück haben sollten, und tatsächlich einen Platz an einer Schule in der Nähe bekommen, gibt es immer noch genügend – zu viele – andere Kinder, die sich nicht so gut auf ihre Bildung konzentrieren können, wie es ihnen eigentlich ermöglicht werden sollte. Für all diese Kinder kann man sich dreißig Sekunden Zeit nehmen, eine Petition zu unterschreiben oder auf diese via Social Media oder im Bekanntenkreis aufmerksam machen. „Kinder sind unsere Zukunft“ klingt ausgelutscht, ist aber einfach wahr. Bildung ist die Basis für unser aller Zusammenleben. Gerade in der Zeit von Fridays For Future sehen wir doch, was Kinder bewegen können!

Ihr könnt die Petition unterschreiben, wenn ihr das Thema genauso wichtig findet wie wir und etwas bewegen wollt. Dafür müsst ihr keine Berliner sein und auch nicht selbst Kinder haben.

Hier geht’s zur Petition.

Foto: Unsplash/Feliphe Schiarolli

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